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Ferien! Auf Tour durch Costa Rica

Am 24. Juni kamen dann endlich meine Eltern, um mich für 2 1/2 Wochen zu besuchen und mit mir Costa Rica zu erkunden. Am 26. machten wir dann schon gleich einen Tagesausflug nach Guápiles, wo wir eine Rainforest-Tour gebucht hatten. Mit einer Gondel für acht Personen ging es dann durch die drei verschiedenen Stufen des Regenwaldes bis über die Baumkronen, von wo aus man einen wunderbaren Blick über die ganze Natur hatte.

Damit schon mal auf den Geschmack gekommen, starteten wir unsere Rundreise am 28. Juni. In der Früh ging es über eine Bergkette in den Südwesten, nach Uvita an die Pazifikküste. Nachdem wir angekommen waren, machten wir uns gleich zum nächsten Strand auf, der aber jedoch eher klein und unberührt war, so dass wir nur die verwilderte Natur genossen und aufgrund der Wellen auch gar nicht badeten.

Am nächsten Tag wollten wir dann aber zu einem richtigen Strand und fuhren in den Nationalpark von Uvita. Nach etlicher Fahrt auf Schotterstraßen, waren wir schon gar nicht mehr sicher, ob das überhaupt der richtige Weg zum Strand war, aber wir kamen dann doch richtig an und waren von der Schönheit und Größe überrumpelt!

Kilometerlanger Sandstrand, wunderbares Wasser im Vordergrund, die Berge und das Grün hinter uns, teilten wir den Nationalpark nur mit einer handvoll Menschen. Wir verbrachten den ganzen Tag dort und kamen letztendlich zu einem großen Steinfeld, das wie eine Ausbuchtung nur bei Ebbe zu sehen war. Etwas verbrannt von der prallen Sonne und erschöpft vom vielen Laufen und Baden, machten wir uns am Nachmittag, als die Flut eintraf, wieder auf den Rückweg.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Quepos, die Pazifikküste weiter rauf, Richtung Norden. Gleich am selben Nachmittag machte ich noch eine Horseback-Riding-Tour an einem menschenleeren Strand mit zwei weiteren Mädchen! Es erwies sich als ein wunderbares Erlebnis, ganz alleine am Strand zu galoppieren und den Wind in den Haaren zu spüren! Das war schon immer ein Traum von mir gewesen!

Der darauf folgende Tag war einer der Höhepunkte unserer Rundreise! Wir fuhren ins 10 Minuten entfernte Manuel Antonio, um dort einen weiteren Nationalpark zu besuchen. Schon nach kurzer Zeit entdeckten wir Affen, die in den Baumkronen über uns waren, durch dessen Dschungel wir liefen.

Da wir keine Führung gebucht hatten, mussten wir selber ein wachsames Auge haben, aber durch die, diesmal nicht geringe Anzahl von Touristen wurde man schnell auf ein neues Highlight aufmerksam gemacht. Als wir den ersten Strand erreichten, waren wir wieder einmal von der Schönheit Costa Ricas überwältigt. Weißer Sand, klares Wasser, Palmen und eine große Anzahl von Tieren!

Wir bestaunten Affen, Waschbären, die sich frech über die Klamotten anderer hermachten, riesige Eidechsen, Kolibris und und und. Wieder ein Stück durch den Wald kamen wir zum 2. Strand des Parks, der jedoch nicht so besucht war. Wir beendeten den Rundgang ein wenig später und kamen an den dritten, den öffentlichen Strand von Manuel Antonio.

  • Neugierige Waschbären auf der Suche

Hier sammelten sich Einheimische und Touristen, jedoch erschien er uns nicht überfüllt, sodass wir noch ein wenig am Wasser entlang spazierten, bevor wir Mittagessen gingen. Am selben Nachmittag machten wir dann noch eine Mangroventour. Dort sahen wir weitere Affen, Schlangen und Ameisenbären, die aber soweit oben in den Bäumen versteckt waren, dass es unmöglich war Fotos von ihnen zu machen. 

Mit der Seilbahn durch den Regenwald

Am dritten Tag in Quepos buchten wir eine Canopy-Tour, mit der Seilbahn durch den Regenwald! Ein weiteres Higlight, das unglaublichen Spaß brachte! 18 Plattformen hatten wir vor uns, die längste Zipline war 120 Meter lang, ein echtes Adrenalinerlebnis! Leider wurde der Vormittag durch Regen ziemlich vernässt, aber wir ließen uns den Spaß nicht nehmen.

Am nächsten Tag kam mein Freund aus San José nach, der dann die zweite Woche mit uns verbrachte und so gleichzeitig meine Eltern kennen lernte. Wir fuhren noch einmal zu dem öffentlichen Strand nach Manuel Antonio und machten da einen richtigen Strand-Tag.

Der nächste Morgen kam und wir machten uns auf den Weg nach Puntarenas, weiter Richtung Norden, westlich von San José, wir überquerten auch wieder die Krokodilbrücke, von der ich schon einmal berichtete. Von Puntarenas ging es dann weiter mit der Fähre, mit der wir die die Nicoya-Halbinsel erreichen würden.

Nach gut einer Stunde Fahrt über den Pazifik kam Land in Sicht, und es ging eine weitere Stunden mit dem Auto nach Montezuma, einem kleinen Ort, in dem sich sehr viele Ausländer niedergelassen hatten und ihn somit kulturell bunt gestalteten.

Am Tag darauf erkundeten wir Montezuma dann richtig, nachdem wir am vorherigen Tag nur eben den nächsten Strand besucht hatten. Wir machten uns auf einen langen Weg gefasst, denn die Strände waren immer seperat, so dass man nicht wusste, was einem am nächsten Strand erwarten würde. Zwischendurch kamen wir an einen Fluss mit kleinen Wasserfällen, in dem wir badeten und erreichten schließlich einen Strand, der uns so gut gefiel, dass wir blieben, um zu baden, Fußball zu spielen usw. Der Rückweg erschien uns dann viel länger, da wir gar nicht bemerkt hatten, wie weit wir tatsächlich auf dem Hinweg gelaufen waren! Nach dem Essen vielen wir abends dann müde ins Bett.

Der darauffolgende Tag war wieder einer der schönsten! Wir buchten eine Schnorcheltour zur Isla Tortugera, die wir mit einer Bustour begannen und dann mit einem Boot fortsetzten. Angekommen, stiegen meine Eltern am Strand aus, da sie nicht mit Schnorcheln kommen wollten, und mein Freund und ich fuhren mit dem Boot weiter rauf auf das offene Meer.

Schnorchel, Taucherbrille und Schwimmweste gut festgezurrt, sprangen wir ins Wasser und schwammen zusammen mit Schwärmen von Fischen! Wir schnorchelten eine ganze Stunde, sahen Fische und Korallen in den schillerndsten Farben. Zurück am Strand, wurde uns Mittagessen serviert, und wir verbrachten den Rest des Nachmittages mit in der Sonne liegen und Volleyball spielen.

Pünktlich zum Halbfinale

Am zehnten Tag unserer Reise ging es schon um vier Uhr morgens los, wieder zurück zur Fähre nach Puntarenas und von dort aus hoch in den Norden zum Vulkan Arenal nach La Fortuna. Der Weg dauerte um die sieben Stunden und war somit der längste! Wir schafften es aber pünktlich zum Halbfinale Deutschland - Spanien! ;-)

Während am nächsten Morgen mein Freund und ich uns aufmachten, unsere Wildwasser-Raftingtour in Anlauf zu nehmen, besuchten meine Eltern die Hanging Bridges, Hängebrücken, die durch den Regenwald verliefen.

  • Bis zu 150 Meter über dem Boden befand man sich auf den „Hanging Bridges“

Unsere Raftingtour war ein voller Erfolg und teilweise sogar ein bisschen gefährlich, wenn die großen Strömungen uns fast aus dem Boot geworfen hätten! Auch meine Eltern hatten einen guten Vormittag, und wir trafen uns Nachmittags am Hotel wieder um dann später noch Essen zu gehen.

  • Atemberaubend gefährlich: Wildwasser-Rafting

Am vorletzten Tag verabschiedete sich mein Freund schon eher, da er zurück nach San José musste. Ich fuhr, nachdem wir ihn zur Busstation gebracht hatten, mit meinen Eltern zu den Hot Springs, den heißen Quellen, die aus dem Vulkan stammen. Wir fuhren zu einem Hotel, das den Besuch der Quellen anbot und verbrachten dort den restlichen Nachmittag. Über 25 Becken mit verschiedenen Temperaturen erwarteten uns, einige so heiß, dass man gar nicht hineingehen konnte!

Am 10. Juli ging es dann 2 1/2 Stunden zurück nach San José! Ich verbrachte noch den nächsten Tag mit meinen Eltern, bevor wir uns dann am Abend verabschiedeten, da sie am nächsten Morgen früh vom Hotel zum Flughafen aufbrachen. Es war eine wunderbare Zeit mit unglaublichen Erlebnissen, die viel zu schnell zu Ende ging! Schön, dass ich endlich mein neues Land so richtig kennengelernt hab'! :-)

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