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Der Name ist Programm: "Achterbahn" im Theater Die Komödianten
Auf und ab, bremsen, beschleunigen, rasante Kurven und hin und wieder ein steiler Looping. Manchmal ist das Leben wie Achterbahnfahren. Das zeigt auch Eric Assous Komödie "Achterbahn", die am Donnerstagabend unter der Regie von Christoph Munk im Theater Die Komödianten Premiere feierte.
Eine Szene wie aus dem Leben gegriffen: Ein Mann und eine Frau lernen sich in einer Bar kennen, sie flirten ein wenig und landen schließlich bei ihm Zuhause. Soweit so gut. Doch schon mit Betreten der Wohnung beginnt in der französischen Komödie, die 2004 mit Alain Delon und Astrid Veillon uraufgeführt wurde, eine turbulente Achterbahnfahrt, die an beiden Protagonisten nicht spurlos vorübergehen wird.
Pierre ist nämlich nicht nur deutlich älter als seine attraktive Eroberung, nein, er ist zudem noch verheiratet und hat einen Sohn. Verständlich, dass Juliette zunächst zögert, sich auf mehr einzulassen. Und so versteckt sie sich immer wieder hinter neuen Geheimnissen und Gestalten, gibt im einen Moment noch zuckersüß das verschüchterte Mäuschen, plötzlich die wilde Femme fatale und verdreht damit sowohl Pierre als auch dem Publikum gekonnt den Kopf.
Mit ihrem Puppengesicht, das mal herzergreifend süß, dann wieder verführerisch schmollend daherkommt, ist Anne Harten die ideale Besetzung für die Figur der Juliette. Mit viel Gespür lotet sie jede einzelne Facette der ambivalenten jungen Frau aus und schlüpft mühelos von einer Sekunde zur nächsten in eine neue Rolle. Nachdem er sich warmgespielt hatte, überzeugte auch Christian Enner in der Rolle des alternden Chameurs, der der Versuchung der jugendlichen Verführerin nicht zu widerstehen vermag.
Die rasanten Dialoge mit blitzschnellen, teils urkomischen Wortwechseln begeisterten das Premierenpublikum, das zahlreich erschienen war und sich - gemessen am Lautstärkepegel des Gelächters - köstlich zu amüsieren schien. Doch auch die schönste Achterbahnfahrt endet dort, wo sie begonnen hat - am Boden. So passiert es auch im Stück; und zwar knallhart und ziemlich unerwartet. Nach dem furiosen Finale - das an dieser Stelle nicht verraten sein soll - gab es Donnerstagabend lauten und ausgelassenen Applaus sowohl für die Darsteller als auch alle Beteiligten hinter den Kulissen. Und schon heute Abend heißt es: Nächste Runde, alles einsteigen!
Weitere Vorstellungen: im Februar und März jeden Freitag und Sonnabend um 20 Uhr im Theater Die Komödianten, Wilhelminenstraße 43. Karten-Reservierung: Tel.: (0431) 55 34 01.
Fotos: Thomas Eisenkrätzer





 
 
 
 
 
