Konzerte02.06.10 /// Tourstop in Norddeutschland
druckena-ha live in Kiel: Schwerstarbeit für Mortens Stimmbänder
Kiel, 1. Juni 2010: Unter dem Motto: „Ending the high note“ absolvieren a-ha derzeit 80 Konzerte rund um die Welt und verabschieden sich nach 25 Jahren Karriere von ihren treuen Fans.
80 Auftritte in neun Monaten, das ist kein Pappenstil, nach den ersten drei Monaten machten die Stimmbänder des Frontmann und begnadeten Sängers Morten Harket auch schlapp. Vergangene Woche musste das Konzert in Stadtallendorf abgesagt werden.
Das Bangen und Warten in Kiel
Auch heute war bis zum späten Nachmittag unklar, ob Morten würde in Kiel auftreten können. Gegen 20 Uhr teilte die Band dann via twitter mit, dass sie entgegen allen Zeitungsgerüchten die Bühne der Sparkassen-Arena betreten würde. Vor der mit 7.000 Zuschauern gut gefüllten Kulisse eröffneten die drei Musiker mit Up-Beat-Songs ihrer neuen CD, begleitet von aufwendigen Animationen auf der rund 1.000 qm großen LED-Leindwand. Die Bühne wirkt mit den drei Norwegern und nur zwei Begleitmusikern beinahe spartanisch – ganz im Stile von Lena Meyer-Landrut muss es das Charisma des nunmehr 50-jährigen Sängers ausmachen.
Dass Mortens Stimme nicht wirklich fit ist, ist unschwer zu überhören. Bei den hohen Tönen von „Summer moved on“ verlässt ihn jegliches Glück, die Töne landen daneben. Literweise wird Wasser getrunken, dass immer für einige Takte hält. Doch das tut der Stimmung in der Halle keinen Abbruch, denn die drei Männer nehmen es immer wieder mit Humor und müssen so manches Mal über ihr Pech schmunzeln. Der ansonsten wortkarge Morten Harket ergreift etwa zur Halbzeit das Wort und teilt mit, der Arzt habe den Auftritt eigentlich verboten, er jedoch habe bei seinen Fans sein wollen.
Wenn Fans das Ruder übernehmen
Die ansonsten als kühl und zurückhaltend bekannten Schleswig-Holsteiner jedoch ließen sich nicht lumpen und übernahmen ein fürs andere Mal die hohen Töne und halfen damit Morten, der dankbar sein Mikro in die Menge hielt. Ob bei „The living daylights“, „Manhattan Skyline“ oder „Hunting high and low“, die Fans, die a-ha größtenteils seit vielen Jahren kennen durften, waren absolut textsicher. Nach nur eineinviertel Stunden verabschiedeten sich die Musiker mit einer Video-Show, die mit etlichen Fotos und Video-Schnipseln der vergangenen 25 Jahren das Publikum immer wieder zum Schmunzeln brachte.
Der eine oder andere Fran rang mit einer Träne im Knopfloch, bis mit „The sun always shines on TV“ und „Take on me“ eine wahrlich imposante Schlussnote gesetzt wurde, welche die Arena nochmals zum Kochen brach. Trotz der gesanglichen Probleme büßte die Band nichts von ihrer Aura ein, als Zuschauer wurde man den Eindruck nicht los, dass erst die Abschiedstournee die drei hat wieder zusammen schweißen können. Wer Morten, Mags und Pal ein letztes Mal im Norden erleben möchte, sollte ihren Auftritt in der Hamburger Color-Line-Arena nicht verpassen.
Kassian Alexander Goukassian

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a-ha Konzert in Kiel
Vielen Dank für die positive Konzert Kritik :-).
Viele Grüße
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