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Citynews11.11.12 /// Der Mitsubishi-Outlander im FahrtestSeite drucken drucken

Das neueste Pferd im Stall

Das neueste Pferd im Stall

Mitsubishi hat den Outlander überarbeitet und einem Facelifting unterzogen. Herausgekommen ist ein komfortabler Mittelklassewagen mit Geländefunktionalität. KIELerLEBEN-Redakteur Markus Till hat den Japaner einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die augenscheinlichste Änderung an der dritten Generation des Mitsubishi Outlander ist die neue Front: Der Mitsubishi-übliche „Jetfighter“-Grill ist einer lang gezogenen Motorhaube gewichen. Optisch wirkte er bisher eher wie ein Geländewagen, doch damit ist jetzt Schluss. Mit der neuen Front, entschlackten Radkästen und zahmen Rundungen wurde das Gefährt zum Familientransporter ummodelliert. Im spendablen Innenraum lässt sich allerlei elektrisch regeln. So dauert es keine halbe Minute, bis ich mich in die richtige Sitzposition „geregelt“ habe. Kaum ins Auto eingestiegen und losgefahren, fällt mir auf, dass ich mich auf Augenhöhe mit einem Busfahrer befinde. Dabei ist der Einstieg komfortabel ohne Zwischenstufe zu erledigen.

Mein Modell für den heutigen Tag vom Büdelsdorfer Autohaus Huf ist mit einem sauber abgestimmten 6-Gang-Schaltgetriebe ausgerüstet. Über die Frontachse wird der Riese angetrieben, per Knopfdruck ist der Allradantrieb zuschaltbar. Die 150 Pferdestärken des Common-Rail-Turbo-Diesel bringen den Koloss schnell auf Touren. So benötigt er keine zehn Sekunden, um auf Tempo 100 zu beschleunigen. Zahm ist anders!

Im Laufe des Tages erlebe ich den Outlander im Stadtverkehr, fahre über Land und teste die Höchstgeschwindigkeitsangaben auf der Autobahn. Gute 200 km/h lassen sich aus dem Japaner herauskitzeln. Doch dafür ist er nur bedingt gemacht. Durch die Reifen auf 18-Zoll-Felgen und den Rollwiderstand stoßen erhebliche Fahrgeräusche in die Fahrgastzelle. Mit ruhigem Radiohören während der Fahrt ist hier Schluss.


Der Kofferraum bietet rewichlich Platz für Mensch und Tier

Das Platzangebot im Koffer- und Innenraum ist herausragend. Die mittlere Dreierbank lässt sich um 25 Zentimeter verstellen – die Möglichkeit, die dritte Sitzreihe zu nutzen, besteht ebenfalls. Für kleinere Strecken fühlt man sich auch hier gut aufgehoben. Das Armaturenbrett besticht mit leicht verständlichen Bedienelementen, die gut handzuhaben sind. Durch die fast fünf Meter Länge ist es von Vorteil, eine Rückfahrkamera im Auto zu wissen, denn aufgrund der abgerundeten Enden vorne wie hinten lässt sich die Länge nur schwer abschätzen. Das Einparken wird so wesentlich einfacher – und sicherer.
Fazit: Der Outlander hinterlässt einen exzellenten Eindruck. Mit reichlich Extras serienmäßig ausgestattet und viel, viel Platz im Innenraum ist der SUV für jede Familie interessant. Das Fahrverhalten reicht von brav bis rasant, ohne dabei auszureiten, im Gelände sorgt der Allradantrieb für zusätzlichen Vortrieb. Im neuen Jahr besitzt der Outlander ein Alleinstellungsmerkmal, wenn er als erster seiner Klasse mit zwei Elektromotoren auf den Markt kommt.

Pro: Übersicht dank der Fahrzeughöhe, Platzangebot, Ausstattung

Kontra: Das Design ist Geschmacksache

Mitsubishi Outlander
Länge: 4,66m, Breite: 1,80m, Höhe: 1,68m
Motoren: Diesel- und Benzinmotor mit je 150 PS; V-max: 200 km/h
Preis: ab 24.490 Euro

Geschrieben von Markus Till

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