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Citynews17.01.13 /// Immer eine Reise wertSeite drucken drucken

Ein Dorf im Porträt: Westensee

Ein Dorf im Porträt: Westensee

Lust aufs Land? KIELerLEBEN präsentiert Dörfer im Umkreis, die einen Ausflug wert sind.  In diesem Monat: Westensee.

Lage
21 Kilometer und rund 22 Autominuten von Kiel entfernt liegt die Gemeinde Westensee im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Sie liegt direkt am gleichnamigen See im Naturpark Westensee. Der Ortsname bedeutet „westlich vom See“, er wurde später auf den See selbst übertragen. Im Gemeindegebiet liegen die Ortschaften Brux, Bossee, Deutsch-Nienhof, Westensee und Wrohe.


Das Wappen

Das Wappen ist in Silber und Blau gehalten und ist schräg geteilt. Oben befindet sich ein sitzendes Eichhörnchen, das in den Vorderpfoten eine schwarze Nuss hält. Unten schlängeln sich fünf silberne Wellenfäden. Das Eichhörnchen war Wappentier einer mächtigen Ritter- und Adelsfamilie vom Westensee, die das Gebiet im 13. und 14. Jahrhundert beherrschte. Die Wellen bezeichnen den tiefen, fischreichen Westensee.


Gut Bossee

Mitten im idyllischen Naturpark Westensee liegt das Gut Bossee, das hier seit dem auslaufenden Mittelalter ansässig ist. Nach häufigen Besitzerwechseln erwarb die Familie von Bülow 1824 das Gut und bewirtschaftet es noch heute. Der Naturpark bietet vieles, auch Vergessenes, was auf dem Gut angeboten wird – natürlich, gesund, hochwertig und genussvoll. Berühmt ist Gut Bossee vor allem für die exquisiten Wild- und Waldspezialitäten. Der Hofladen hat immer samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

St. Catharinen-Kirche
Die Catharinen-Kirche wurde als Tochter des Klosters Neumünster Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Durch ihren Aufstieg zur Wallfahrtskirche waren die finanziellen Mittel für einen Ausbau vorhanden, im Jahr 1320 wurde der gotische Chor angebaut, um 1505 das Kirchenschiff verlängert und der markante viereckige Turm errichtet. Ab 1691 folgten die Vorbauten an den Außenmauern, früher als Grabkammern der Adelsfamilien genutzt. An der Südwand des Gebäudes können außerdem drei gut erhaltene Grabplatten von adligen Gutsbesitzerpaaren aus dem 16. Jahrhunderts besichtigt werden. Viele der Kunstgegenstände sind im 30-jährigen Krieg und in den Weltkriegen gestohlen oder zerstört worden. Vorhanden sind noch der Mittelschrein des spätgotischen Schnitzaltars, der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, die Kanzel von 1560 und diverse Gemälde und Plastiken, die einen Besuch auf jeden Fall wert sind. Geöffnet ist von Ostern bis Erntedank täglich von 8 bis 18 Uhr.

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