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KielerKöpfe30.09.10 /// Kieler FrauenteamsSeite drucken drucken

Auf Besuch im Käpt'n Flint

Auf Besuch im Käpt'n Flint

Heidemarie Topic betreibt seit rund fünf Jahren das „Käpt’n Flint“ an der Küste. Im Kieler Rotlichtviertel gelegen, ist diese Kneipe Anlaufpunkt für Nachtschwärmer aller Art – und das durchgehend von Donnerstag bis Montag.

 

Wenn der Morgen anbricht und die Türen der Clubs und Diskotheken schließen, dann fängt an der „Küste“ die Party gerade erst an. Da füllen sich die dort ansässigen Kneipen mit Nachtschwärmern. So auch das „Käpt’n Flint“ am Wall 58. „Am Wochenende haben wir durchgehend von Donnerstagabend bis Montagmorgen geöffnet“, erzählt Heidemarie Topic. Sie selbst, die den Stammkunden besser als Heidi bekannt ist, steht am Wochenende immer ab 22 Uhr hinter dem Tresen.

Vor fünf Jahren eröffnete sie das Käpt’n Flint neu. Einige Monate stand die urige Gaststätte leer. „Seit über dreißig Jahren wird die Kneipe hier am Hafen schon betrieben. Einige Gäste kommen nach Jahrzehnten wieder her und erinnern sich mit einem Schmunzeln an die ein oder andere durchzechte Nacht“, erzählt Heidemarie.

Unser Team gleicht einer Familie.

„Der Laden hat mich damals einfach angesprochen, gerade der vordere Bereich macht schon etwas her“, berichtet die 51-Jährige. Und die Gäste, die die Kult-Kneipe heute besuchen, könnten kaum unterschiedlicher sein. „Es gibt Stammgäste, die ihr Bier für 2 Euro kaufen, ein anderes Mal wird der Champagner bestellt“, erzählt Cleo (27). Sie arbeitet seit einem Viertel Jahr im „Käpt’n Flint“ und möchte diese Zeit nicht mehr missen.

„Unser Team gleicht einer Familie“, bestätigt auch Iza, die seit drei Jahren hinter dem Kneipentresen steht. Auch die Stammkundschaft gehört mittlerweile dazu. „Wir kennen die meisten mit Namen. Bei manchen würden wir uns Sorgen machen, wenn wir sie länger nicht sehen“, erzählt die 24-Jährige.

Aber gerade nachts geht es nicht immer nur nett zu: „Wenn jemand zu betrunken und aggressiv ist, wird der sehr schnell des Ladens verwiesen. Da ist beim Eingang oft schon Schluss“, erzählt Heidemarie. Unterstützung gibt es auch von Gästen, Sorge haben die Mädels vom Käpt’n Flint bei rein weiblicher Besetzung deswegen nicht.

Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne.

Und wenn es in der Kneipe an der Küste dann morgens um acht Uhr richtig voll wird, beginnt die Party. Da wird die Juke Box angeschmissen, der Alkohol fließt, die Gläser gehen zu Bruch, Menschen, die sich woanders nie kennengelernt hätten, tanzen miteinander bis in die Mittagsstunden.

„Einen guten Abend erkennt man am besten daran, dass der Boden klebt. Nicht ohne Grund gibt’s die passende Gruppe bei StudiVZ“, erzählt Heidemarie lachend. Schlimm finde sie das aber nicht, „denn wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne.“ 

Internet: das Käpt'n Flint bei facebook

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Natalie Baumgärtner

Über den Autor

Natalie Baumgärtner;

Surft unglaublich gerne. Trotz Meer vor der Tür aber eigentlich nur im Internet oder auf einer ab und zu vorbeirauschenden Welle der Euphorie. Hält fest, ob mit Kamera, Stift oder Tastatur. Motto: Love it or leave it.

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