- Kiels neues Mega-Parkhaus: Auf drei Etagen parken hier ab sofort über 1.300 Drahtesel – inklusive Lade-Lounge und Trockenspinden! (Bild: UKSH Kiel)
Ein 18-Millionen-Euro-Projekt setzt Maßstäbe am Campus Kiel: Das UKSH hat eine der größten Mobilitätsstationen Deutschlands eröffnet. Doch wer darf die futuristische Mega-Anlage mit über 1.300 Plätzen und Luxus-Service eigentlich kostenlos nutzen?
Kiels neue Park-Sensation rollt an – allerdings nicht auf vier Rädern, sondern auf zwei! Am 17. August 2026 hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) auf dem Campus Kiel ein dreigeschossiges Mega-Fahrradparkhaus der Extraklasse eröffnet. Auf dem zentralen Baufeld zwischen den Gebäuden für Forschung und Lehre sowie dem Zentralgebäude ist für 18,2 Millionen Euro ein architektonisches Highlight mit begrünter Fassade und Solardach entstanden.
Spinde, Werkstatt und E-Bike-Power: Das bietet die Station
Das grüne Parkhaus sprengt alle gewohnten Dimensionen: Auf drei Etagen stehen 1.274 Stellplätze für Fahrräder sowie 63 separate Plätze für Lastenräder bereit – rund um die Uhr gesichert und mit automatischer Beleuchtung. Für E-Bikes gibt es 636 kostenlose Lademöglichkeiten, darunter 240 abschließbare Ladespinde für herausnehmbare Akkus. Ein echter Luxus im norddeutschen Schiedewetter: In 365 belüfteten Spinden kann nasse Regenkleidung während der Schicht trocknen. Im Erdgeschoss steht zudem eine kostenlose Selbsthilfewerkstatt mit Kompressorpumpe und Ersatzteilautomat bereit, ergänzt durch professionelle Reparaturservices des Dienstleisters PiQuadrat. Das Ziel der Anlage ist ambitioniert: Durch den Umstieg vom Auto aufs Rad sollen jährlich rund 1.100 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Wer darf das Mega-Parkhaus nutzen?
Doch bei all dem Luxus gibt es einen Haken für spontane Strand- und Stadt-Radler: Die Nutzung der komplett kostenlosen Anlage ist streng geregelt. Aufgrund der klaren Förderrichtlinien des Bundes zur Einsparung von CO₂ auf Arbeits- und Studienwegen darf die Station vorerst exklusiv nur von Mitarbeitenden und Auszubildenden des UKSH sowie Medizin- und Zahnmedizinstudierenden der CAU genutzt werden. Der Zugang erfolgt ganz einfach per Dienst- oder Hausausweis. Für die breite Öffentlichkeit bleibt die Tür zunächst zu – allerdings prüft das UKSH eine künftige Öffnung, sollten dauerhaft freie Kapazitäten vorhanden sein.