KIELerleben Logo
  • Startseite
  • Citynews
    • Open Ship und Fischauktion: Was geht bei AHOI OSTUFER 2026? Citynews

      Open Ship und Fischauktion: Was geht bei AHOI OSTUFER 2026?

      THW Kiel vor Saisonstart: Finden Zebras zurück in die Spur? Citynews

      THW Kiel vor Saisonstart: Finden Zebras zurück in die Spur?

      UKSH eröffnet Mega-Fahrradparkhaus in Kiel Citynews

      UKSH eröffnet Mega-Fahrradparkhaus in Kiel

      Lighthouse Swim 2026: Schwimmen mit Fördeblick Citynews

      Lighthouse Swim 2026: Schwimmen mit Fördeblick

  • Lifestyle
    • Exklusiver Abend rund um moderne Badkultur Mode

      Exklusiver Abend rund um moderne Badkultur

      Freilichtmuseum Molfsee: Vom Korn zum frischen Brot Familie

      Freilichtmuseum Molfsee: Vom Korn zum frischen Brot

      Entdecke 3 GPS-Radtour-Tracks in Kiel Familie

      Entdecke 3 GPS-Radtour-Tracks in Kiel

      Starte in die Ferienpass-Saison Familie

      Starte in die Ferienpass-Saison

  • Gesund
    • Wie Meeresalgen gegen Diabetes und Alterung helfen sollen Körper

      Wie Meeresalgen gegen Diabetes und Alterung helfen sollen

      Der Wings for Life World Run startet in Mönkeberg! Fitness

      Der Wings for Life World Run startet in Mönkeberg!

      Pink Power: Kinonachmittag für Mut und Solidarität Körper

      Pink Power: Kinonachmittag für Mut und Solidarität

      Osteopathie in Kiel: 20 Jahre Erfahrung bei Rücken- und Gelenkschmerzen Körper

      Osteopathie in Kiel: 20 Jahre Erfahrung bei Rücken- und Gelenkschmerzen

  • Wohnen
    • Handwerk aus Kiel mit Blick in die Zukunft Wohnzimmer

      Handwerk aus Kiel mit Blick in die Zukunft

      Wärmewende: Kiel bleibt auf Kurs Immobilie

      Wärmewende: Kiel bleibt auf Kurs

      10 Tipps für den Frühjahrsputz Wohnzimmer

      10 Tipps für den Frühjahrsputz

      Ups, da ist uns ein Fehler unterlaufen – das „Havanna“-Sofa Wohnzimmer

      Ups, da ist uns ein Fehler unterlaufen – das „Havanna“-Sofa

  • Kultur
    • Alle Infos zum NORDEN Festival 2026 Konzerte

      Alle Infos zum NORDEN Festival 2026

      Was geht in Kiel am Wochenende? Konzerte

      Was geht in Kiel am Wochenende?

      Ein Pakt, der aufgeht: Kiels Sommertheater macht aus Goethe eine Rocknacht mit Haltung Bühne & Kunst

      Ein Pakt, der aufgeht: Kiels Sommertheater macht aus Goethe eine Rocknacht mit Haltung

      Tränen im Großen Saal: Wie das Schleswig-Holstein Festival Orchestra seinen Sommer verabschiedet Konzerte

      Tränen im Großen Saal: Wie das Schleswig-Holstein Festival Orchestra seinen Sommer verabschiedet

  • Download
    • KIELerleben
    • RENDSBURGerleben
    • FIETE - Das Campus-Magazin
    • JGA-Guide
    • Geht los!
    • Tipps für Kids Kiel & Umgebung
    • KIEL.nachhaltig
  • Marktplatz
  • Magazin
  • Gewinnspiele
  • Newsletter
  • Mediadaten
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum

Premiere im Opernhaus

Samson und Dalila: Großartige Inszenierung einer zeitlos schwierigen Oper

  • In einem letzten Akt der Vergeltung bringt Samson (Andeka Gorrotxategi) den Tempel das Dagon zum Einsturz und tötet so nicht nur sich selbst, sondern auch die Unterdrücker.
    In einem letzten Akt der Vergeltung bringt Samson (Andeka Gorrotxategi) den Tempel das Dagon zum Einsturz und tötet so nicht nur sich selbst, sondern auch die Unterdrücker. (Bild: Olaf Struck, Theater Kiel)
  • Der Chor trägt maßgeblich zum Erfolg von „Samson und Dalila“ bei.
    Der Chor trägt maßgeblich zum Erfolg von „Samson und Dalila“ bei. (Bild: Olaf Struck, Theater Kiel)
  • Dalila (Tatia Jibladze) verführt Samson (Andeka Gorrotxategi), um ihn dann zu verraten.
    Dalila (Tatia Jibladze) verführt Samson (Andeka Gorrotxategi), um ihn dann zu verraten. (Bild: Olaf Struck, Theater Kiel)
12/10/2023 0 0

Camille Saint-Saëns zwischen 1868 und 1877 geschriebene Oper führt uns in den historischen, nein, biblischen Nahen Osten. „Samson und Dalila“ basiert auf den Berichten aus dem Buch der Richter im Alten Testament und erzählt eine Geschichte von großem Kampf, von Liebe und Verrat, Rache und Vergeltung.

Anzeige

Dabei ist es ein ganz eigenes Drama, dass die Neuinszenierung  praktisch nur Stunden nach dem terroristischen Überfall der Hamas auf Israel und Israels ersten militärischen Erwiderungen Premiere feiert. Denn natürlich handelt es sich bei „Samson und Dalila“ um eine künstlerische Interpretation einer antiken Geschichte und selbstverständlich kann sie der Komplexität des israelisch-palästinensischen Konflikts nicht gerecht werden – steht letztlich ja aber auch gar nicht Bezug zu ihm. Dennoch: Insbesondere mit der bereits erwähnten zeitlichen Koinzidenz sind manche Parallelen frappierend.

Die Handlung beginnt in Gaza, wo die Hebräer sich in Unterdrückung der Philister befinden. Das Alte Testament ist voll von Erzählungen zu Spannungen und Auseinandersetzungen der Gruppen, die von kulturellen und religiösen Unterschieden, militärischer Überlegenheit bis zu territorialen Ambitionen reicht.
Samson (gesungen und gespielt von Andeka Gorrotxategi) als Anführer der Hebräer ist es, der sein Volk zum Widerstand gegen die Unterdrücker aufruft, und, von Gott ausgestattet mit unmenschlichen Kräften, in den Unruhen den Statthalter der Philister tötet.

Wo die Geschichte eigentlich schon enden könnte, kommt an dieser Stelle Dalila (Tatia Jibladze), eine philistrische Priesterin, ins Spiel, die ihn erfolgreich umgarnt, getrieben von einem Plan: Sie will ihm das Geheimnis seiner ungeheuren Kraft entlocken, vorgeblich, um ihn von seinen Gelübden zu befreien und so den Weg freizumachen für ihre Liebe.

Dalila (Tatia Jibladze) verführt Samson (Andeka Gorrotxategi), um ihn dann zu verraten.
Dalila (Tatia Jibladze) verführt Samson (Andeka Gorrotxategi), um ihn dann zu verraten. (Bild: Olaf Struck, Theater Kiel)

Als Samson ihr schließlich anvertraut, dass seine Kraft in seinen nie geschorenen Haaren als Ausdruck seines Bundes mit Gott begründet liegt, schneidet Dalia ihm die Haarpracht ab und liefert Samson den Philistern aus.

Seiner Kraft beraubt und geblendet (Ein Euphemismus für verschiedene Arten von Folter, die zur Erblindung führen.) findet Samson sich im Tempel des Dagon, einem philistrischen Gott wieder, vor dem Spott preisgegeben wird.

In einem finalen Aufbäumen bittet Samson Gott um die letztmalige Rückgabe seiner Kräfte für einen Akt der Vergeltung. Gott gewährt ihm diese Bitte und Samson bringt, als eine Art biblischer Selbstmordattentäter, den gesamten Tempel zum Einsturz.

Fast schon im krassen Gegensatz zur Handlung der Oper steht ihre musikalische, gesangliche und lyrische Schönheit. Camille Saint-Saëns' „Samson und Dalila“ ist bekannt für ihre dramatischen Arien und Chöre, insbesondere Dalilas berühmte Arie „Mon cœur s'ouvre à ta voix“ und den Bacchanale-Tanz im dritten Akt. Das Thema der verbotenen Liebe und Verrats, kombiniert mit dem Konflikt zwischen persönlichen Begehren und Pflicht, macht „Samson und Dalila“ zu einer fesselnden und emotionalen Oper.

Die Umsetzung all dessen gelingt dem Kieler Opernhaus unter Daniel Carlberg (musikalische Leitung), Immo Karaman (Regie und Bühne), Fabian Posca (Choreografie und Kostüme) sowie Gerald Krammer (Choreinstudierung) auf berauschend gute Weise. 

Der Chor trägt maßgeblich zum Erfolg von „Samson und Dalila“ bei.
Der Chor trägt maßgeblich zum Erfolg von „Samson und Dalila“ bei. (Bild: Olaf Struck, Theater Kiel)

Die Bühnenbilder sind minimalistisch gewählt, jedoch wirkungsvoll, und lässt Raum für die Darsteller:innen, die Geschichte zu gestalten. Dabei spielt nicht zuletzt der Chor eine der wichtigsten Rollen. Seine kraftvollen und nuancierten Darbietungen erinnern das Publikum an das kollektive Herzschlaggefühl, das in großen epischen Opern oft ein Stück weit verloren geht.
Abgerundet wird die Inszenierung von knapp einem Dutzend Tänzer:innen, die der kargen Bühne immer wieder frisches Leben einhauchen und den durchweg dramatischen Szenen mal zusätzliche Gravitas verleihen und mal fast schon spielerische Gegengewichte einbringen.

Die Gesangsleistungen von Jibladze und Gorrotxategi stehen dem allerdings in nichts nach. Mal betörend und sinnlich, mal verletzlich und mal mit geradezu eruptiver Kraft bringen sie die Texte aus dem Libretto von Ferdinand Lemaire in einer Art zu Gehör, dass es ihnen scheinbar ein Leichtes ist, das Kieler Publikum in den Bann zu schlagen.

Aber auch die Nebenrollen, besetzt mit sicheren Bänken wie Jörg Dabrowski (ein alter Hebräer) und Tomohiro Takada (Oberpriester des Dagon), wissen zu begeistern und werden am Ende der Vorstellung zurecht mit großem Applaus bedacht.

Weitere Aufführungen von „Samson und Dalila“ finden am 12., 15., 21. und 28. Oktober sowie dem 12. November, dem 1. Dezember und an weiteren Terminen von Januar bis April statt.
Karten gibt es wie immer auf theater-kiel.de, telefonisch unter 0431 – 901 901 und an allen Vorverkaufsstellen des Theaters.


  • DIESEN ARTIKEL TEILEN

Anzeige

ÜBER DEN AUTOR

Sebastian Schack
Sebastian Schack

… ist geborener Kieler und war bei Falkemedia, dem Medienhaus hinter KIELerleben, mehr als zehn Jahre lang Chefredakteur der Mac Life, Europas größtem Apple-Magazin. In seiner Freizeit schreibt er aus alter Verbundenheit regelmäßig über Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festival oder Aufführungen am Theater Kiel vom Schauspiel über die Oper bis zum Orchester.


KIELerleben

NEWSLETTER BESTELLEN:

KATEGORIEN:

  • Startseite
  • Citynews
  • Lifestyle
  • Gesund
  • Wohnen
  • Kultur
  • Download
  • Marktplatz
  • falkemedia Regional GmbH
    Redaktion KIELerleben
  • Exerzierplatz 3
    24103 Kiel
  • (0431) 200 766 933
  • redaktion (at) kielerleben.de
  • Magazin
  • Gewinnspiele
  • Newsletter
  • Mediadaten
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
Datenschutzeinstellungen
© Copyright 2026
Scroll