Mit der MS SCHILKSEE, die am 16. Juni an der Reventloubrücke in Kiel getauft wurde, endet die im Jahr 2020 begonnene Modernisierung der Flotte der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK).
Das neue Schiff ist der fünfte und letzte Neubau einer Serie von Plug-in-Hybridfähren und wurde pünktlich zur Kieler Woche in den Linienbetrieb aufgenommen. „Acht Neubauten in sechs Jahren sind schon eine besondere Leistung“, resümiert SFK-Geschäftsführer Andreas Schulz. Neben den Plug-in-Hybridfähren wurden in diesem Zeitraum zudem drei vollelektrische Fähren in Dienst gestellt, die auf der F2-Schwentinelinie verkehren. Taufpatin der erneut bei der niederländischen Werft Holland Shipyards gebauten Fähre war Staatssekretärin Susanne Henckel aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein.
Die SCHILKSEE gehört zur sogenannten LABOE-Klasse und verfügt über die doppelte Batteriekapazität wie die Schwesternschiffe WIK, GAARDEN und FRIEDRICHSORT. Die Fähren sind jeweils 33,65 Meter lang und 9,09 Meter breit und bieten Platz für bis zu 300 Fahrgäste. Im Vergleich zu ihren Schwesterschiffen weist die SCHILKSEE einige Neuerungen auf. So wurde die Zahl der Tische im Außenbereich reduziert, um mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen und Gedränge zu vermeiden. Die SFK folgt damit dem Beispiel der neuen Hamburger Hafenfähren, die ebenfalls auf einen Außenbereich mit Tischen verzichten. Zudem wurde auf einen Bordkiosk verzichtet. Stattdessen steht den Fahrgästen ein Automat mit Getränken und Süßigkeiten zur Verfügung.
Auch technisch setzt die SFK auf innovative Lösungen. Der Rumpf der neuen Fähre ist mit einer Silikonfolierung der Fa. HATAG versehen, die Bewuchs verhindern und damit den Energieverbrauch reduzieren soll. Damit leistet die SFK einen wichtigen Beitrag für den Meeresschutz.
Die Landeshauptstadt Kiel begrüßt die Fertigstellung der neuen Flotte und sieht darin einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität auf der Kieler Förde.