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Kiels neue Festung gegen Krebs

08/02/2010 0 0

In der Feldstraße am Pastor-Husfeldt-Park wird aktuell an einem der weltweit modernsten Zentren für Krebsbehandlung gebaut. Im Zentrum steht die Partikeltherapie, bei der Tumore mit blitzschnellen Teilchen zielgenau und schonend bestrahlt werden können.

Zurzeit gibt es etwa vier bis fünf Millionen Krebskranke in der Bundesrepublik, jährlich erkranken zwischen 350.000 und 400.000 Menschen neu. Jeder vierte Todesfall in Deutschland wird durch Krebs verursacht. Das bedeutet Rang zwei in der Todesursachen-Statistik, hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Diese Statistik soll mit Hilfe des derzeit im Bau befindlichen Nordeuropäischen Radioonkologischen Zentrums Kiel (NRoCK) positiv beeinflusst werden.

Ab 2011 entsteht mit NRoCK eines der weltweit innovativsten Zentren für Krebsbehandlungen und ein großer Lichtblick im Kampf gegen den Krebs. Seit dem Spatenstich im Juli 2008 arbeiten täglich im Schnitt 100 Arbeiter parallel am Neubau. „Ich bin pro Woche mindestens einmal auf der Baustelle. Was sich hier innerhalb kurzer Zeit alles verändert hat, ist großartige Arbeit“, erklärt Prof. Bernd Kremer, der strategische Geschäftsführer der NRoCK GmbH, der das Projekt mit politischer Unterstützung nach Kiel holen konnte.

Jährlich rund 5.000 Patienten, überwiegend aus Norddeutschland und Skandinavien, sollen im NRoCK künftig behandelt werden – bis zu 3.000 davon mit der neuen Möglichkeit der Partikeltherapie. Wird unmittelbar nach Eröffnung Ende 2011 zunächst nur mit konventioneller Bestrahlungstechnik therapiert, kommt zu Jahresbeginn 2012 die Partikeltherapie hinzu. Diese basiert auf einem modernen strahlenbelastungsärmeren Verfahren als bei konventioneller Bestrahlung. Grund dafür ist die Art des Strahls, der aus Teilchen (Protonen oder zum Beispiel Kohlenstoffionen) besteht, die in einem Beschleuniger auf etwa 70 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Diese Teilchen geben ihre maximale Energie an einem Punkt ab, der exakt angesteuert werden kann. So kann Tumorgewebe präzise zerstört werden. Hinter dem angesteuerten Punkt tritt keine Strahlung auf, vor dem Punkt, im gesunden Gewebe etwa zwei Drittel weniger als bei konventioneller Bestrahlung. Der Vorteil liegt auf der Hand: eine Steigerungsmöglichkeit der Strahlendosis im erkrankten Gebiet bei deutlich weniger Strahlenbelastung im gesunden Gewebe, das den Tumor umgibt. „Durch diese Methode ergeben sich völlig neue Therapiemöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen oder sensiblem Organ-Gewebe, das bislang nicht effektiv bestrahlt werden konnte“, blickt Prof. Dr. Bernd Kremer in die Zukunft. Größtes Hemmnis werden die Kosten sein: Die Behandlungskosten in Höhe von 19.500 Euro pro Patient zahlen noch nicht alle Krankenkassen und einige nur bei bestimmten Krebsarten.

Das Zentrum besteht aus zwei Gebäuden: der Südbau stellt dabei hauptsächlich den Neubau der bisherigen Klinik für Strahlentherapie mit allen ihren Abteilungen dar, während im Nordbau im Wesentlichen die Beschleunigertechnologie und die Behandlungsräume der Partikeltherapie untergebracht sind. Seit letztem Monat wird nicht mehr nur am Mauerwerk und der Fassade gebaut, sondern auch das Innere mit Technikelementen ausgestattet – und diese haben es in sich, da insbesondere die Partikeltherapie viel Raum beansprucht. Das Synchrotron alleine beansprucht eine Fläche von 900 Quadratmetern, dabei werden die Teilchen durch zwölf Magnete in einer Kreisbahn beschleunigt. Einzelne Komponenten wiegen bis zu 40 Tonnen.

NRoCK gilt mit einer Investitionssumme von 253 Millionen Euro als eines der größten Projekte in öffentlich-privater Partnerschaft im deutschen Gesundheitswesen. Ein Bieterkonsortium aus Siemens, Bilfinger Berger und HSG Zander erhielt am 18. März 2008 den Auftrag, welcher über ein internationales Bankenkonsortium unter der Führung der HSH Nordbank refinanziert wird. Neben der Investitionssumme erreichen auch die Betriebskosten neue Dimensionen: Mit geschätzten 1,8 Millionen Euro pro Jahr für Energie verbraucht das neue Therapiezentrum in etwa so viel, wie bisher die gesamten Einrichtungen des Uni-Klinikums Campus Kiel zusammen. Beträge, die sich ab dem Jahr 2012 hoffentlich in der Heilung vieler Krebskranker und der positiven Auswirkung auf die Statistiken auszahlen werden.


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ÜBER DEN AUTOR

Olaf Ernst
Olaf Ernst
Humorvoll interessiert. So lässt sich „Ole“ wohl am besten beschreiben. Er probiert alles, testet, macht und tut: von Schreiben bis Sport, von Lesen bis Losgehen. Mal mit mehr Erfolg, mal mit gar keinem. So ist das Leben: Mal verliert er, mal gewinnen die anderen ...

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