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Atemberaubend und hochaktuell: Aida in der Oper Kiel

  • Copyright: struck-foto
    Copyright: struck-foto
27/09/2009 0 0

Jedes Gefühl glaubt man ihr: ihre Liebe, ihre Verzweiflung, ihre Angst, ihre Hoffnung. Mit einer atemberaubenden Gweneth-Ann Jeffers als Aida startete die Kieler Oper am Samstagabend in die neue Spielzeit.

Verdis Oper, uraufgeführt 1871 in Kairo, erzählt die Geschichte einer Liebe zwischen den Fronten zweier sich bekriegender Staaten: Ägypten und Äthiopien - zum Beispiel. Zur Zeit der Pharaonen - zum Beispiel.

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Regisseur Uwe Schwarz gelingt es jedoch, den politisch-religiösen Kampf der Kulturen hochaktuell zu inszenieren und auf den Konflikt zwischen westlicher und islamischer Welt zu übertragen. Der ägyptische Feldherr Radamès in GI-Uniform, Prinzessin Amneris im Trainingsanzug, der Pharao mit George-Bush-Gedächtnis-Hut und Jeans? Es funktioniert, nicht zuletzt dank der grandiosen Leistung der Sänger.

Marina Fideli berauscht mit ihrem glasklaren Mezzosopran und ihrer schauspielerisch starken Darstellung der rasend-eifersüchtigen Prinzessin Amneris. Mimisch leider etwas schwach, dafür stimmlich umso imposanter, gibt Sung Kyu Park den nach Krieg und Sieg lechzenden Feldherren Radamès.
In der Rolle des Amonasro (Aidas Vater) ersetzte Elia Fabbian für die Premiere kurzfristig den erkrankten Anton Keremidtchiev. Aus Italien herbeieilend blieben ihm in Kiel nur vier Tage zum Proben. Mühelos zieht er das Publikum gleichwohl mit seinem mal sanften, mal vor Kraft strotzenden Bariton in den Bann.
Strahlendes Glanzlicht der Inszenierung ist jedoch Gweneth-Ann Jeffers als Aida, der äthiopischen Sklavin in ägyptischer Gefangenschaft, die den Feind Radamès liebt und sich doch so unsagbar nach dem Vaterland sehnt. Diese Zerrissenheit spiegelt Jeffers anrührend mit Gesicht und Körper, besonders aber natürlich mit ihrer ergreifenden Sopran-Stimme. Die lauten, schöner noch die leisen - alle Töne sitzen. So genau sogar, dass sie manchmal direkt ins Herz treffen und für Sekunden tatsächlich den Atem rauben.

So vielseitig wie die Protagonisten zeigt sich auch Norbert Ziermanns Bühnenbild. Es gleitet nach vorne, senkt sich auf und ab, verschränkt sich. Ist mal bedrohlicher Kriegskonferenz-Saal, mal kunterbunter Catwalk und mal Kinoparkett, als sich die ägyptische Gesellschaft bei der Triumphfeier an Aufnahmen von Raketeneinschlägen ergötzt, die auf riesige Leinwände projiziert werden. Immer wieder überraschen neue Möglichkeiten der Szenerie, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Das Orchester unter der Leitung von Georg Fritzsch scheint, frisch und erholt aus der Sommerpause, großen Spaß zu haben, wieder im Orchestergraben Platz nehmen zu dürfen und harmoniert sowohl innerhalb als auch mit den Sängern.

Dass eine Oper von 1871, zeitlich angeordnet irgendwo zwischen 3300 und 300 vor Christi, so hochaktuell funktionieren kann, ohne dabei aufgesetzt und gewollt zu wirken, beeindruckte das Premierenpublikum sichtlich. Schon vor der Pause hörte man vereinzelt „Bravo“-Rufe. Und als der Vorhang nach knapp drei Stunden endgültig fiel, entlud sich die Begeisterung des Kieler Publikums in nicht enden wollendem Applaus.

Nächste Termine: 4. und 13. Oktober um 20 Uhr in der Oper Kiel. Karten: Telefon 0431 – 90 19 01 oder im Internet unter www.theater-kiel.de.

Franziska Falkenberg

Fotos: struck-foto


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