- Zurück an alter Wirkungsstätte: Tim Walter leitet das Training von Holstein Kiel nachdem er bereits in der Saison 2028/2019 an der Förde tätig war. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
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- Die Mannschaft soll lernen: Es macht keinen Spaß zu verlieren. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
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Tim Walter ist zurück an der Kieler Förde – und leitete nach der Freistellung von Marcel Rapp seine erste Einheit als Cheftrainer von Holstein Kiel. Die Mission ist klar: Elf Spiele bleiben, um den Abstand zu den direkten Abstiegsplätzen zu sichern.
Viel Tempo, viele Worte, klare Botschaften
Wie man ihn kennt, war Walter von Beginn an präsent. Er gestikulierte, unterbrach Übungen, stellte Spielsituationen nach, erklärte Laufwege und forderte lautstark Präzision ein. Nach verlorenen Duellen gab es Liegestütze. „Die Jungs sollten ruhig merken, dass es keinen Spaß macht zu verlieren“, sagte er später. Anspannung? Kaum spürbar. Stattdessen Energie, Kommunikation – und immer wieder ein Lächeln.
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Das Medieninteresse war groß, zahlreiche Kameras und Mikrofone säumten den Platz. Der Trainerwechsel nach viereinhalb Jahren Rapp-Ära sorgt für Aufmerksamkeit. Rapp hatte den Verein 2024 erstmals in die Bundesliga geführt – ein historischer Moment. Doch die sportliche Lage in dieser Saison zwang die Verantwortlichen zum Handeln.
„Wir haben uns am vergangenen Wochenende etwas Zeit gelassen“, erklärte Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe. „Es gibt immer mehrere Kandidaten, aber natürlich freut man sich, wenn der Wunschkandidat es dann wird.“
Respekt vor Rapp – Fokus auf den Klassenerhalt
Auch in der Mannschaft sitzt der Einschnitt noch tief. „Das war Sch… für uns alle, weil wir wissen, dass wir unseren Teil dazu beigetragen haben“, sagte Jonas Meffert offen. „Rappo hat hier Unfassbares geleistet und ist mit Holstein Kiel aufgestiegen. Das bleibt etwas Besonderes.“ Gleichzeitig richtet der Kapitän den Blick nach vorn: „Wir wollen mit voller Energie jetzt in diese elf Spiele starten.“
Die Mannschaft soll lernen: Es macht keinen Spaß zu verlieren. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Walters Linie: Ballbesitzfussball
Walter selbst betonte die Bedeutung von Mentalität und Spielfreude: „Wir müssen Spaß und Energie versprühen und den Willen, Spiele zu gewinnen. Verlieren ist kein schönes Gefühl – gewinnen das Geilste.“ Ziel sei es, „in ruhige Fahrwasser zu kommen und den Fokus positiv auf die elf Spiele zu legen“.
Sein Ansatz bleibt klar: intensives Gegenpressing, mutiger Ballbesitz, hohe Aktivität. „Wenn die Jungs so eine Energie versprühen wie heute, habe ich keine Zweifel, dass wir viel Spaß haben werden.“
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob aus Energie auch Punkte werden.