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Gewaltige Chorszenen und Königstrompeten

Wagners „Lohengrin“ im Hier und Jetzt angekommen

  •  Sung-Kyu Park (Lohengrin), Tomohiro Takada (Heerrufer), Petros Magoulas (Heinrich) und Chor. Foto: Olaf Struck
    Sung-Kyu Park (Lohengrin), Tomohiro Takada (Heerrufer), Petros Magoulas (Heinrich) und Chor. Foto: Olaf Struck
30/01/2012 0 1

Das Kieler Opernhaus präsentierte am Samstagabend dem zahlreich erschienenen Premierenpublikum die Neuinszenierung des Schwanenritters Lohengrin. Eine große Welle der Euphorie brandete dem Regie- und Inszenierungsteam um Georg Köhl zwar nicht entgegen, zu sehr haderte der geneigte Wagnerfan noch mit der Wahl des modernen Schauplatzes, doch schließlich gab es viele Bravo-Rufe und langanhaltenden Applaus für die Hauptakteure. Lohengrin, Richard Wagners letzte „romantische“ Oper, wurde 1850 in Weimar unter der Leitung von Franz Liszt uraufgeführt.

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Diesmal stimmte das herausragende Philharmonische Orchester Kiel unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch die Opernbesucher mit visionären Klängen aus einer anderen Welt auf ein besonderes Erlebnis ein.

Nach dem Tod des Herzogs befindet sich Brabant in einer politischen Krise, die den Kampf um die Herrschaft im Land neu entfacht. Sein kleiner Sohn Gottfried (Clemens Marcic), rechtmäßiger Thronfolger, ist wie durch Zauberhand verschwunden. Elsa, seine Tochter (Katrin Adel), wird von Friedrich von Telramund (Jörg Sabrowski) fälschlicherweise des Mordes an ihrem Bruder beschuldigt. Eingefädelt hat dies Ortrud (Alexandra Petersamer), Telramunds Frau, die nach der Macht der Krone greift und Gottfried in einen Schwan verwandelt hat.

Die Sehnsucht nach einer Lichtgestalt

König Heinrich (Petros Magoulas), der eigentlich nach Brabant gekommen ist, um Truppen zu rekrutieren, wohnt der Anklage bei. Eine geradezu ausweglose Situation für die junge brabantische Herrschertochter und das führungslose Volk am Rande eines Krieges, in der nur eins Rettung verspricht – ein Wunder. Und tatsächlich erscheint ein unbekannter Ritter (Sung-Kyu Park) von einem Schwan gezogen, um als Streiter für Elsa einzutreten. Krone, Land und Elsas Herz stehen auf dem Spiel. Der Zuschauer wird Zeuge des modern ausgetragenen Gotteskampfes am Rednerpult, umrahmt von mächtigen weißen Stufen, auf denen das Volk Platz gefunden hat. Parlamentarisch wird auf Zetteln über Schuld und Unschuld abgestimmt. Kultur und Frieden siegen dabei über Tradition und Ehre. Abgerundet wird das Bühnenbild durch das klare Farbkonzept der Kostüme in schwarz, rot, gold.

Liebe verlangt Ehrlichkeit, die Politik nicht

Lohengrin triumphiert über Telramund, verliebt sich in Elsa und fragt sie, ob sie ihn heiraten will. Der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte, hätte die Sache nicht einen Haken. Ihr Retter in der Not hüllt sich in Schweigen, wenn es um seinen Namen und seine Herkunft geht. „Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam' und Art.“ Vollkommen akzentfrei lässt der angenehm weiche und feine Tenor von Sung-Kyu Park keine Wünsche mehr offen. Derweil sinnt Ortrud auf Rache, nachdem ihr Mann Telramund in Bann und Acht gefallen ist. Die gefragte Wagnerinterpretin Alexandra Petersamer beeindruckt als machthungrige und intrigante Ortrud, wenngleich ihr Part als dunkle Figur weniger harmonisch und melodiös ausgearbeitet ist. Im golddurchwirkten Kleid mit üppigem Schleier betritt Elsa die Bühne als Braut. Katrin Adel gibt als Elsa ihr Debüt in Kiel und überzeugt das Publikum mit ihrer schön timbrierten mitreißenden Sopranstimme. Doch noch vor Beginn der Hochzeitszeremonie stürmt Telramund, von seiner Frau angestachelt, die Szene und drängt Lohengrin, seine Herkunft preiszugeben. Auch den Telramund erweckt Jörg Sabrowski mit seinen tiefen Tönen zum Leben. Seit Jahren hat er sich einen festen Platz im Ensemble erspielt. Während das Volk glücklich geeint feiert und hinter Lohengrin steht, keimt in Elsa der Zweifel.

Großer Auftritt der Chöre

Der Regisseur Georg Köhl hat bei der tiefsinnigen Aufstellung des vierstimmigen Opernchores und Extrachores des Theaters Kiel ganze Arbeit geleistet. Gewaltige Chorszenen und Königstrompeten ziehen das Publikum in ihren Bann. Sie versinnbildlichen ein in seiner Gefühlslage jederzeit erkennbares Volk.

Die Hoffnung auf eine neue Weltordnung stirbt

Endlich sind die beiden Frischvermählten im Brautgemach allein. Musikalisch und dramaturgisch strebt die Spannung ihrem Höhepunkt entgegen. Elsa bricht das Tabu, für eine Beziehung auf Augenhöhe und für das Volk von Brabant, das sie keiner blinden Führung überlassen will. Sie stellt die verbotene Frage, auch wenn sie dadurch ihre Liebe verliert. Schlimmer noch – ihr Leben. Lohengrin muss sein Geheimnis jetzt lüften. Vor Elsa, dem König und Volk verkündet er, der Sohn des Gralskönigs Parsifal zu sein. Nun ruft ihn der Gral zurück, der ihm seinen Glanz verliehen hat. Seine Mission ist gescheitert. Zeitlebens hielt Wagner Lohengrin für den traurigsten aller Helden.

Weitere Aufführungen im Kieler Opernhaus am 12. Februar 2012 um 17 Uhr, 4. März um 17 Uhr, 24. März um 18 Uhr, 6. April um 17 Uhr, 29. April um 17 Uhr, 19. Mai um 17 Uhr, 27. Mai um 17 Uhr, 9. Juni um 17 Uhr. 

Bianca Thedens


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