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Im Kieler Pop-up Pavillon

„Hey Sexy”: Ausstellung gegen Catcalling

  • Belästigende und erschreckende Situationen wie diese sind leider keine Seltenheit
    Belästigende und erschreckende Situationen wie diese sind leider keine Seltenheit (Bild: catcallsofkielcity)
01/03/2022 0 5

Aktivist:innen der Chalkback-Bewegung sagen sexualisierter Belästigung weltweit den Kampf an – seit Juli 2020 auch in Kiel. Auf Instagram kreiden die Betreiber:innen des öffentlichen Accounts „catcallsofkielcity“ regelmäßig Belästigungsfälle an und rufen nun auch eine wichtige und bewegende Ausstellung gegen Catcalling ins Leben.

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Was ist überhaupt Catcalling?

„Ey Süße, geiler Arsch!” Solche anmaßenden Kommentare, plumpes Hinterherpfeifen oder übergriffige Aufforderungen wie „Lächel doch mal“ müssen sich viele Personen, darunter überwiegend FLINTA*, oftmals regelmäßig auf offener Straße anhören. Was häufig bloß als Kompliment abgetan wird, ist aber etwas ganz anderes: Es handelt sich dabei um verbale sexualisierte Belästigung im öffentlichen Raum, auch Catcalling genannt.

Ein Ort der Erfahrbarkeit

Um auf das gesamtgesellschaftliche Problem des Catcalling aufmerksam zu machen, präsentiert das ehrenamtliche Team von catcallsofkielcity vom 8. bis 19. März im Kieler Pop-up Pavillon die Ausstellung „Hey Sexy”. Die Besucher:innen erwarten Fragen, Aussagen und Szenarien, die ihnen auf interaktive und berührende Weise die Problematik des Catcalling näherbringen sollen. Unter Einbindung von Kieler Initiativen wird ein lokaler Bezug hergestellt und verdeutlicht, warum das Thema auch für Kiel relevant ist. Vor allem aber soll die Ausstellung ein Ort der Erfahrbarkeit sein, in dem Solidarität, Trost und Mut gefunden werden kann. Der Eintritt ist kostenfrei, doch wer mag, kann vor Ort Sticker kaufen oder die Gruppe mit einer Spende unterstützen.

Ankreiden, posten, zurückerobern

Neben der Organisation der Ausstellung kümmern sich die Aktivist:innen von catcallsofkielcity weiterhin um ihren gleichnamigen Instagram-Account. Betroffene Personen können ihnen dort eine persönliche Nachricht schreiben, in der sie schildern, wo und wie sie belästigt wurden. Ein Teil des Teams zieht dann ausgerüstet mit bunter Kreide los, um die Belästigung wortwörtlich am Tatort „anzukreiden“. Anschließend fotografieren und posten sie die Situation öffentlich auf Instagram. Ihr Ziel ist es, Sichtbarkeit und gesellschaftliches Bewusstsein für die Vorfälle zu schaffen und den Belästigungsopfern die Chance zu geben, sich die Macht über ihre Erfahrung zurückzuerobern.

* Das Akronym FLINTA steht für Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und Agender Personen.


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