- Förde-Fräulein Kathrin Mandel begrüßt die Gäste – hinter ihr eine gefüllte Halle 400, in der an über 120 Ständen gestöbert wird. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Mit viel Liebe zum Detail: Celia Mennerow und Dana Wilhelmsen präsentierten an ihrem Stand ausgewählte Secondhand- und Vintage-Stücke. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Erfolgreich verhandelt: Für den schwarzen Hut gab es satte 70 Prozent Nachlass – die Freude darüber war den beiden Besucherinnen deutlich anzusehen. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Farbenfroh und auffällig: An diesem Stand wechselten unter anderem gelbe Sneakers und weiße Stiefel die Besitzerin. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Vintage live auf der Bühne: Bei der Modenschau wurden ausgewählte Fundstücke im Rampenlicht präsentiert. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Maren Grütters informierte an ihrem Stand über Impulse für mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Sorgte für den passenden Soundtrack des Abends: DJ Nina begleitete Flohmarkt und After-Show musikalisch. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
- Spontane Körperkunst: Am Stand von Tattoo Mind konnten sich Besucher*innen direkt vor Ort tätowieren lassen. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Mehrere hundert Meter Warteschlange, über 120 Stände und eine Halle 400, die wieder mit Leben gefüllt ist: Der erste Förde-Fräulein-Nachtflohmarkt hat am Freitagabend gezeigt, wie groß die Lust auf besondere Events in Kiel ist.
Die Sehnsucht nach Schnäppchen-Stöberei in Kiel scheint groß gewesen zu sein. Nachdem der letzte öffentliche Flohmarkt in der Landeshauptstadt bereits vor einigen Monaten die Menschen in die Holstenstraße lockte, öffnete nun der erste Förde-Fräulein-Nachtflohmarkt in der Halle 400 seine Türen für Secondhand-Shopping-Fans. Davon hat Kiel eine ganze Menge, wie sich herausstellen sollte.
Mit viel Liebe zum Detail: Celia Mennerow und Dana Wilhelmsen präsentierten an ihrem Stand ausgewählte Secondhand- und Vintage-Stücke. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Hoher Andrang vor der Halle 400
Schon lange vor dem offiziellen Einlass um 18 Uhr zog sich die Schlange wie ein Band entlang der Halle 400. Hunderte warteten geduldig in der kühlen Abendluft – mit Vorfreude im Blick und Taschen unter dem Arm. Der erste Förde-Fräulein-Nachtflohmarkt hatte offenbar einen Nerv getroffen. Am Ende des Abend sollten mehr als 2.000 Kielerinnen und Kieler das Event besuchen! Mit diesem Andrang hatte niemand gerechnet.
Einige Besucher*innen hatten sich ihre Tickets bereits vorab für zwei Euro über Eventim gesichert. Doch auch an der Abendkasse wurden noch Karten verkauft – und das Interesse riss nicht ab. Auch zwei Stunden nach Eröffnung warteten immer noch einige Kielerinnen und Kieler darauf, ihre persönlichen neune Schmuckstücke zu entdecken.
Erfolgreich verhandelt: Für den schwarzen Hut gab es satte 70 Prozent Nachlass – die Freude darüber war den beiden Besucherinnen deutlich anzusehen. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Eine Halle kehrt zurück
Mit dem Neustart der Halle 400 unter der Leitung von Geschäftsführer Lars Bracker kehrt ein Stück Kieler Veranstaltungsgeschichte zurück. Jahrzehntelang war die Location Heimat für Konzerte, Messen und Events. Seit 2019 war die Halle für Events geschlossen – nun füllten wieder Stimmengewirr, Musik und Marktgeräusche die Industriehalle an der Hörn.
Farbenfroh und auffällig: An diesem Stand wechselten unter anderem gelbe Sneakers und weiße Stiefel die Besitzerin. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Zwischen hohen Decken und Backsteinwänden reihten sich über 120 Stände aneinander. Kleidung, Vintage-Schätze, Schmuck, Designstücke und allerlei Kuriositäten wechselten hier im Laufe des Abends ihre Besitzer*innen. Wer suchte, wurde fündig – manchmal schneller als gedacht.
Sorgte für den passenden Soundtrack des Abends: DJ Nina begleitete Flohmarkt und After-Show musikalisch. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Mehr als ein Shopping-Erlebnis
Der Nachtflohmarkt bot jedoch mehr als klassische Schnäppchenjagd. Food & Drinks, ein Walk-In-Tattoo von Tattoo Mind, DIY-Aktionen, eine Modenschau vom Vintage-Fashion-Store und ein Impulsvortrag von „me time“ sorgten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. DJ Nina begleitete den Abend musikalisch, bevor die After-Show-Party die Stimmung weiter anhob.
Spontane Körperkunst: Am Stand von Tattoo Mind konnten sich Besucher*innen direkt vor Ort tätowieren lassen. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Auch Partner wie IKEA unterstützten das Event, das zugleich ein Image-Projekt für die Nordmedien-Marken darstellte – mit Lebensart, KIELerleben und weiteren Partnern sichtbar vor Ort.
Stöbern bis in die Nacht
Bis 22 Uhr wurde gefeilscht, anprobiert, verglichen und neu kombiniert. Immer wieder hörte man dieses typische Flohmarkt-Geräusch: das Rascheln von Tüten, das Klicken von Kleiderbügeln, das zufriedene „Den nehm’ ich“.
Maren Grütters informierte an ihrem Stand über Impulse für mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Und als sich die Halle langsam leerte, war eines kaum zu übersehen: Viele verließen das Gelände nicht mit leeren Händen. IKEA-Taschen prall gefüllt mit Vintage-Schätzen, neuen Lieblingsstücken und kleinen Fundstücken, die man eigentlich gar nicht gesucht – aber sofort geliebt hatte.
Wann steigt der nächste Förde-Fräulein-Nachtflohmarkt?
„Der Nachtflohmarkt hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Trotz Regen sind unglaublich viele Menschen gekommen – die Atmosphäre war durchweg friedlich und positiv. Wir sind stolz auf diese tolle Community und freuen uns schon auf das nächste Event.“ Nordmedien-Geschäftsführerin Gesa Schimmer.
Dieses stehe bereits in den Startlöchern und ein Termin werde so schnell wie möglich auf die Beine gestellt.
Vintage live auf der Bühne: Bei der Modenschau wurden ausgewählte Fundstücke im Rampenlicht präsentiert. (Bild: falkemedia Regional/S. Schulten)
Der erste Förde-Fräulein-Nachtflohmarkt hat gezeigt: Kiel hat Lust auf besondere Abende, auf Stöbern mit Atmosphäre und auf Events, die mehr sind als nur Markt. Die Halle 400 lebt wieder – und das ziemlich eindrucksvoll.