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Samet Yilmaz im Kielerleben-Interview vor Amtsantritt

  • Samet Yilmaz im Gespräch – wenige Wochen vor seinem Amtsantritt als 
neuer Oberbürgermeister in Kiel
    Samet Yilmaz im Gespräch – wenige Wochen vor seinem Amtsantritt als neuer Oberbürgermeister in Kiel (Bild: falkemedia Regional)
  • Samet Yilmaz im Gespräch mit der KIELerleben-Redaktion im Ratssaal der Rathauses in Kiel.
    Samet Yilmaz im Gespräch mit der KIELerleben-Redaktion im Ratssaal der Rathauses in Kiel. (Bild: falkemedia Regional)
  • Samet Yilmaz (r.) und KIELerleben-Redakteur Sebastian Schulten im Ge-
spräch über seine Pläne für Kiel.
    Samet Yilmaz (r.) und KIELerleben-Redakteur Sebastian Schulten im Ge- spräch über seine Pläne für Kiel. (Bild: falkemedia Regional)
  • Samet Yilmaz (r.) und KIELerleben-Redakteur Sebastian Schulten im Ge-
spräch über seine Pläne für Kiel.
    Samet Yilmaz (r.) und KIELerleben-Redakteur Sebastian Schulten im Ge- spräch über seine Pläne für Kiel. (Bild: falkemedia Regional)
31/03/2026 0 0

Am 21. April 2026 übernimmt Samet Yilmaz offiziell das Amt des Kieler Oberbürgermeisters. Im Ratssaal, wo künftig wichtige Entscheidungen für die Stadt getroffen werden, spricht er über Herkunft, Haltung und die Frage, wie Verwaltung und Bürgernähe Hand in Hand gehen können. Dabei fällt ein Satz, der viel über seinen Blick auf Kiel verrät – und über das, was er mit dieser Stadt vorhat.

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KIELerleben: Herr Yilmaz, wir sitzen hier im Kieler Ratsaal, einem ziemlich symbolischen Ort. Hier wurden Sie gewählt, hier findet Ihre Amtsübergabe statt, und im Foyer hängen die Porträts Ihrer Vorgänger. Wie fühlt sich das an, mit etwas Abstand zur Wahl?

Samet Yilmaz: In der Tat musste ich das alles erst einmal realisieren. Nicht nur für mich selbst, sondern auch in der Familie, im Umfeld und im beruflichen Kontext. Das hat schon etwas gedauert. Und jetzt, wo der Termin der Amtsübernahme immer näher rückt, wird es noch einmal greifbarer. Da ist schon eine gewisse Nervosität, viel Respekt vor der Aufgabe, aber auch eine große Freude, Kiel als Oberbürgermeister gestalten zu dürfen.

Der 21. April wird ja ein besonderer Tag. Wie läuft die Amtsübernahme konkret ab?

Es gibt einen festen Ablauf. Es ist eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen einer außerordentlichen Ratsversammlung. Um 17 Uhr geht es los. Zunächst spricht der gegenwärtige Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, dann erfolgt die Einführung durch die Stadtpräsidentin Bettina Aust, anschließend halte ich eine Rede, und dann findet die eigentliche Übergabe statt. Das Ganze hat einen gewissen zeremoniellen Charakter, der der besonderen Bedeutung dieser Amtsübernahme durchaus gerecht wird.

Sie sind der erste grüne Oberbürgermeister Kiels. Haben die Kielerinnen und Kieler damit auch eine politisch grünere Stadt gewählt?

Ich glaube, die Kielerinnen und Kieler sind vor allem an die Wahlurne gegangen, um ein*e neue Oberbürgermeister*in  zu wählen. Natürlich spielt die Partei auch eine Rolle, aber ich denke, im Vordergrund stand die Entscheidung für einen Menschen aus Kiel, für eine Persönlichkeit, für bestimmte Themen und für eine gewisse Nahbarkeit. OB in Kiel zu sein bedeutet, für alle Kieler*innen da zu sein. Und genau das ist mir sehr wichtig. 

Zumal Sie Entscheidungen ja auch nicht allein treffen.

Genau. Ich bin Verwaltungschef und Oberbürgermeister, aber die Entscheidungen werden hier in der Ratsversammlung getroffen. Das ist wichtig zu betonen. Man hat in diesem Fall keinen Alleinentscheider gewählt, sondern einen Verwaltungschef mit Verantwortung für die Stadt.

Ich bin der Bürgermeister für alle Kielerinnen und Kieler

Samet Yilmaz im KIELerleben-Interview

Samet Yilmaz (r.) und KIELerleben-Redakteur Sebastian Schulten im Ge-
spräch über seine Pläne für Kiel.
Samet Yilmaz (r.) und KIELerleben-Redakteur Sebastian Schulten im Ge- spräch über seine Pläne für Kiel. (Bild: falkemedia Regional)

Kommen wir zu Ihrer Biografie. Sie sind am Theodor-Heuss-Ring in Kiel-Gaarden aufgewachsen. Was hat Sie in dieser Zeit am meisten geprägt?

Ich denke sehr gern an diese Zeit zurück. Ich bin auf Bolzplätzen und Hinterhöfen groß geworden, nicht in einem großen Kinderzimmer. Wir wohnten in zwei Zimmern mit sechs Personen, an einer viel befahrenen Straße. Reichtümer hatten wir nicht, aber ich sage immer ganz offen: Es hat mir auch nicht viel gefehlt. Ich hatte eine schöne Kindheit, war viel draußen, bin viel Fahrrad gefahren, habe Fußball gespielt und viel Zeit mit Freundinnen und Freunden verbracht. Diese glückliche und gleichzeitig materiell bescheidene Kindheit hat mich geprägt. 

Inwiefern?

Zum einen hat sie mir gezeigt, wie wichtig Vertrauen ist – Vertrauen zu bekommen und Vertrauen zu geben. Wer anderen vertraut und selbst Vertrauen geschenkt bekommt, geht stark durchs Leben. Ich habe auch erlebt, dass Chancen nicht immer einfach da sind, sondern oft erkämpft werden müssen. Mein Vater beispielsweise war Alleinverdiener in unserer Familie. Mit seinem Gehalt musste meine Mutter vier Kinder versorgen. Das war schwer, aber gleichzeitig hat sie diesen Umstand zauberhaft gemeistert. Daraus nehme ich viel mit – auch für meine Rolle als Oberbürgermeister. Mir ist bewusst, dass Menschen unterschiedliche Startbedingungen haben. Deshalb ist es wichtig, allen Menschen gleichermaßen Chancen zu ermöglichen.

Vom Hauptschulabschluss zur Promotion

Ihr Bildungsweg ist oft Thema – vom Hauptschulabschluss bis zur Promotion. Was hat Ihnen auf diesem Weg besonders geholfen?

Mein Bildungsweg war nicht geradlinig, aber er war fair. Ich habe 1996 meinen Hauptschulabschluss gemacht, später die Mittlere Reife nachgeholt, eine Ausbildung als Chemielaborant absolviert, dann auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur gemacht, studiert und berufsbegleitend promoviert. Was mir sehr geholfen hat, waren Menschen, die an mich geglaubt haben: Lehrer*innen, Ausbilder*innen, Freunde, natürlich auch meine Familie. Sie haben mir Mut gemacht und mir gezeigt, dass ich genauso wie alle anderen Chancen ergreifen kann, wenn sie da sind. 

Gab es auch Hindernisse, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Es gab Höhen und Tiefen, klar. Schuljahre, die besser liefen, Semester, die schwieriger waren. Aber ich habe nie zehn Jahre im Voraus gedacht, sondern immer eher den nächsten Schritt gesehen. Ein gutes Beispiel ist mein Studienwunsch: Ursprünglich wollte ich Chemie studieren. Ein Freund, der schon etwas weiter war, meinte aber zu mir, dass mich gerade der Matheanteil wahrscheinlich sehr fordern würde. Gleichzeitig hat mich die weltpolitische Entwicklung nach dem 11. September sehr beschäftigt. Ich wollte verstehen, was im Nahen und Mittleren Osten passiert. Das hat mich letztlich dazu gebracht, Politikwissenschaft zu studieren. Manchmal kommen Dinge eben anders, als man sie ursprünglich geplant hat. Ich nenne das Entwicklung.

Sie leben heute mit Ihrer Familie in Russee. Gibt es Orte in Kiel, die Ihnen besonders viel bedeuten?

Wenn ich an Lieblingsorte denke, dann zuerst an die Förde und an die Kiellinie. Ich bin gern am Wasser. Ich sage ja auch immer: Wir sind nicht nur die Stadt am Wasser, wir sind die Stadt mit Wasser. Das ist unsere Identität. Dort bin ich gern mit meiner Familie, aber auch mit Freunden. Ich habe früher, als ich im Innenministerium gearbeitet habe, oft Mittagsspaziergänge an der Kiellinie gemacht. Aber Kiel besteht natürlich nicht nur aus Postkartenmotiven. Ich mag auch die Unterschiedlichkeit der Stadtteile. Das Westufer, das Ostufer, Gaarden, Wellingdorf, Ellerbek, Schilksee – jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter und sein eigenes Potenzial.

Samet Yilmaz im Gespräch mit der KIELerleben-Redaktion im Ratssaal der Rathauses in Kiel.
Samet Yilmaz im Gespräch mit der KIELerleben-Redaktion im Ratssaal der Rathauses in Kiel. (Bild: falkemedia Regional)

Und wie sieht ein freier Sonntag bei Ihnen aus?

Wenn möglich, ist Sonntag Familientag. Natürlich versuche ich auch, Sport unterzubringen, vielleicht eine Laufeinheit, vielleicht Fußball. Aber grundsätzlich ist das ein Tag, den ich mit meiner Familie verbringen möchte. 

Führung, Verwaltung und Fehlerkultur

Sie übernehmen das Amt von Ulf Kämpfer. Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass in den vergangenen zwölf Jahren sehr viel Positives für diese Stadt erreicht wurde. Dafür gebührt Ulf Kämpfer Respekt und Dank. Gleichzeitig leben wir heute in einer schnelleren Zeit. Die Menschen erwarten schnellere Informationen, mehr Transparenz, mehr Beteiligung und auch schnellere Entscheidungen. Ich glaube, dafür braucht es eine klare Führungskultur. Für mich heißt das: Verantwortung übernehmen, Orientierung geben und Entscheidungen treffen.

Was bedeutet das konkret für das Rathaus?

Ich möchte, dass das Rathaus als Dienstleister für die Stadt wahrgenommen wird. Wenn Kieler*innen ins Rathaus kommen, soll ihnen geholfen werden. Dafür müssen wir Prozesse prüfen, Digitalisierung voranbringen und vielleicht manches neu justieren. Mir ist aber auch wichtig, dass wir respektvoll miteinander umgehen und dass es eine Fehlerkultur gibt. Fehler dürfen nicht tabu sein. Entscheidend ist, was man daraus lernt. Und: Verwaltung darf trotz hoher Arbeitsbelastung nicht ihre Kreativität verlieren.

Große Themen: Stadtbahn, Wohnen, Innenstadt

Was sind für Sie die drängendsten Themen in Kiel?

Da gibt es einige. Die Stadtbahn gehört sicher dazu. Für mich ist sie eine Investition in die Zukunft und in kommende Generationen. Mobilität verändert sich, die Stadt wächst, wir haben viele Pendlerinnen und Pendler, viele Studierende und eine hohe Verkehrsbelastung. Die Stadtbahn kann da ein echter Gamechanger sein.

Ein weiteres großes Thema ist der bezahlbare Wohnraum. Das ist eine der zentralen sozialen Fragen – nicht nur in Kiel, sondern bundesweit. Es gibt dafür kein einfaches Rezept. Wir brauchen einen Mix: geförderten Wohnungsbau, eine starke Kieler Wohnungsbaugesellschaft, Baugenossenschaften, private Investoren und auch neue Ideen, etwa bei der Umnutzung von Leerstand. Und dann ist da die Innenstadt. Ich spreche gern vom „Wohnzimmer in der Innenstadt“. Menschen sollen nicht nur zum Einkaufen kommen, sondern auch, um Kultur zu erleben, Sportangebote zu nutzen, sich aufzuhalten. Die Innenstadt muss erlebbar sein.

Sie sprechen oft von Mut. Woher kommt dieser Optimismus?

Weil Kiel enormes Potenzial hat. Wir sind Wissensstadt, Studierendenstadt, Stadt am Meer, Forschungsstandort. Wir haben mit der CAU, der HAW Kiel, dem GEOMAR und vielen Unternehmen sehr viel Know-how. Wenn wir mutig genug sind, Entscheidungen zu treffen und Dinge zusammenzubringen, dann kann Kiel eine echte Vorzeigestadt sein. Wir sind nicht nur die Stadt am Wasser, wir sind die Stadt mit Wasser.

Der Blick nach vorn

Viele fragen nach den ersten 100 Tagen. Haben Sie dafür eine klare Agenda?

Ich finde diese 100-Tage-Frage immer etwas schwierig, weil komplexe Herausforderungen sich nicht in so kurze Fristen pressen lassen. Aber natürlich werde ich Ideen haben, die ich zeitnah vorstellen werde. Mir geht es zunächst darum, einen Überblick zu bekommen und dann Schwerpunkte zu setzen: moderne Verwaltung, bezahlbarer Wohnraum, Mobilität, Innenstadtentwicklung und vor allem das Wir-Gefühl in dieser Stadt zu stärken.

Was wünschen Sie sich, wenn man in sechs Jahren auf Ihre Amtszeit blickt?

Ich wünsche mir, dass Menschen dann sagen: Dieser Oberbürgermeister hat seinen Teil dazu beigetragen, dass ich gern in Kiel lebe, dass ich gern zurück an die Förde komme und mir vorstellen kann, dort alt zu werden. Oder: Hier kann ich arbeiten, Geld verdienen und mich kreativ entfalten. Wenn das gelingt, dann haben wir vieles richtig gemacht.


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ÜBER DEN AUTOR

Sebastian Schulten
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