- Kiels Kulturdezernentin Dr. Christina Schubert testet den Zugang zur Open Library in der Stadtteilbücherei. (Bild: Landeshauptstadt Kiel/Arne Ivers)
Am 15. Juli geht in der Stadtteilbücherei Pries/Friedrichsort, Zum Dänischen Wohld 23, die erste dauerhafte Open Library der Stadtbücherei Kiel in Betrieb. Damit wird die Bücherei künftig an allen sieben Tagen der Woche von 7 bis 21 Uhr für Inhaber*innen eines gültigen Bibliotheksausweises zugänglich sein.
Während der Open-Library-Zeiten ist kein Servicepersonal vor Ort. Die Nutzung der Bücherei erfolgt dann eigenständig über Selbstbedienungstechnik. Medien können ausgeliehen und zurückgegeben, Arbeits- und Aufenthaltsbereiche genutzt und der Bestand vor Ort erkundet werden. Ergänzend dazu wird es weiterhin an den Bedarf angepasste Servicezeiten geben, in denen Fachpersonal vor Ort ist und Beratung, Anmeldung sowie weitere Unterstützung anbietet.
Mit der Einführung der Open Library erweitert sich die Zugänglichkeit der Stadtteilbücherei Pries/Friedrichsort erheblich: Statt bisher 24 Stunden pro Woche steht die Bücherei künftig 98 Stunden wöchentlich zur Verfügung. Für die Nutzer*innen bedeutet das deutlich mehr Flexibilität. – etwa vor oder nach der Arbeit, am Wochenende oder in den Abendstunden.
Kiels Kulturdezernentin Dr. Christina Schubert stellte das neue Angebot am Montag, 13. Juli, gemeinsam mit Kulturamtsleiterin Johanna Göb und dem Stadtbüchereileiter Dr. Andreas Teichert vor. Für Schubert steht fest: „Die Open Library ist ein wichtiger Schritt dahin, dass die Stadtteilbücherei Pries-Friedrichsort ein ‚Dritter Ort‘ für den Stadtteil wird: ein nichtkommerzieller Ort außerhalb des eigenen Zuhauses und des Arbeitsplatzes, der für Begegnung, Bildung, Austausch und Aufenthalt offensteht.“
Das Konzept der Open Library stammt ursprünglich aus Skandinavien und wurde in Deutschland erstmals in Hamburg umgesetzt. Inzwischen ist es bundesweit verbreitet. Mit Pries/Friedrichsort erhält die Stadtbücherei Kiel nun ihre erste Open Library und damit ein Modell, das perspektivisch auch für weitere Büchereistandorte interessant ist.